iPad sorgt im Bundestag für Ärger

23 Juni 2010 von Toni Kommentieren »

schulz_jimmyLaut Geschäftsordnung ist es im deutschen Bundestag nicht gestattet, elektronische Geräte zu verwenden. Darunter zählt neben dem gängigen Handy auch das iPad von Apple.
Jimmy Schulz, FDP-Abgeordneter im Bundestag, hat nun mit Konsequenzen zu rechnen, nachdem er eine Rede über europäische Bürgerinitiativen von seinem iPad abgelesen hat. Schulz ist damit der erste Politiker, der nicht von einem Blatt Papier Gebrauch machte, sondern ein elektronisches Gerät zur Hilfe nahm. Der Geschäftsordnungsausschuss prüft derzeit, ob ein Verstoß gegen die Vorschriften vorliegt.

Im anschließenden Interview über den Einsatz des iPad sagte Schulz:

„Wichtig ist, dass geklärt wird, ob wir solche modernen Geräte künftig nutzen können. Ich bin froh, dass ich diese Debatte angestoßen habe. In jedem Fall hat sich der Einsatz des iPads im Plenum sehr bewährt, weil er die Arbeit erleichtert.”

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3 Kommentare

  1. KChristoph sagt:

    Freie Rede oder direkt vom Papier.

    Es wäre ja z.B. denkbar, daß (Hilfs)-Personen das “Mienenspiel” der Zuhörer sehr intensiv verfolgen, analysieren und daraus abgeleitet korrigierte, angepaßte Texte und zusätzliche Hinweise in’s Spiel bringen …

  2. Toni sagt:

    Du meinst, dass z.B. ein anderer FDP-Abgeordneter die Kommentare der zuhörenden Personen auswertet und per Mail an den Vortragenden sendet? Habe ich das so richtig verstanden?

  3. KChristoph sagt:

    An Toni:
    Ja, so oder in ähnlicher Form.

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